25jähriges Jubiläum 1982

Wie die Lehrer sind - und wie sie sein sollten

von Carolina Böhm (10b)

Von diesem Thema war ich sofort begeistert und gerne bereit, meine Stellungnahme dazu abzugeben. Und dann saß ich da und wusste absolut keinen Anfang. Nun werde ich einen sechsten und sicherlich auch letzten, verzweifelten Versuch machen.

Was mich bis jetzt noch immer an den Lehrern stört, ist, dass die meisten viel zu wenig bereit sind, auf die Schüler einzugehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es gibt einige, sehr wenige Lehrer, die am Anfang eines Schuljahres in die Klasse kommen und den Schülern verschiedene Themenvorschläge machen, unter denen sie sich dann einige aussuchen können. Das ist wenigstens ein Anfang zur aktiven Beteiligung der Schüler am Unterricht! Es ist doch unwahrscheinlich wichtig, was die Schüler von den vorgesehenen Unterrichtsthemen halten - mit einem Thema, das nur fünf Leute aus der Klasse interessiert, kann man doch keinen Unterricht machen!

Außerdem gibt es immer noch Lehrer, die die Schüler ganz einfach nach ihrem Benehmen beurteilen. Wenn man bei einem solchen Lehrer mal den Mund aufmacht und ihm sagt, was einem am Unterricht stört, ist man direkt „unten durch". Dabei wird wohl inzwischen jeder Lehrer gemerkt haben,

dass es gerade diese Schüler sind, die den Unterricht weiterbringen und nicht immer nur das nachlabern, was der Lehrer sagt.

Am allerwenigsten kann ich persönlich die Lehrer leiden, die denken, außer ihrem Fach gäbe es nichts anderes auf der Welt. Sie geben soviel Hausaufgaben auf, dass man für die anderen Fächer nicht mehr gründlich genug arbeiten kann! Wenn man sich dann auch noch herausnimmt, mal zu sagen, dass man am anderen Tag vielleicht eine Arbeit schreibt oder auch ein Referat schreiben muss, dann heißt es, dazu hätte man vorher genug Zeit gehabt - oder ähnliches. Nun das sind drei schwere Vorwürfe, aber so sind natürlich nicht alle Lehrer - und es gibt auch viele gute Lehrer, das kann man nicht abstreiten! Viele Schüler erwarten viel zuviel von einem Lehrer: Er soll möglichst wenig Hausaufgaben aufgeben, möglichst leichte Arbeiten schreiben, möglichst viel fehlen usw. Sie sehen dabei nicht, dass Lehrer einen anstrengenden und nervenzermürbenden Beruf haben, der nun wahrhaftig nicht der leichteste ist und den die Schüler auch nicht leichter machen. Ich meine also nach wie vor, dass Lehrer und Schüler sehr viel mehr zusammen und nicht gegeneinander arbeiten sollten!

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